Auf was muss ich beim Einschreiben und Registrieren an der Uni achten?

Auf was muss ich beim Einschreiben und Registrieren an der Uni achten?

Eine Anleitung wie man sich stressfrei auf den ersten Tag an der Hochschule vorbereitet

Schon bevor es mit dem eigentlichen Studium losgeht, gilt es eine erste Hürde zu nehmen: das korrekte Einschreiben bzw. Immatrikulieren für den richtigen Studiengang.

Wer nicht vor verschlossener Tür stehen will, sollte sich rechtzeitig um die Immatrikulation zum eigenen Hochschulstudium kümmern. Denn auch hier gilt: Vorbereitung ist alles, und das Einschreiben gehört unbedingt mit dazu. In den meisten Fällen ist genau das aber gar nicht mehr so aufwändig. An vielen Unis in Deutschland, Österreich und der Schweiz könnt ihr euch nämlich mittlerweile auch online anmelden und (teilweise) sogar komplett einschreiben, sodass ihr nicht extra hinfahren müsst. An anderen Hochschulen ist allerdings nach wie vor ein persönliches Erscheinen zur Immatrikulation nötig.

Damit Ihr eure Bewerbungsfristen nicht verpasst und gut vorbereitet in den ersten Studientag schreitet, haben wir euch ein paar wichtige Punkte rund um das Thema „Einschreiben & Registrieren“ zusammengestellt:

1.) Studienbeginn: Wann muss ich mich bewerben – und wo?

Seht am besten als allererstes nach, wann an eurer Hochschule die Bewerbungsfrist für die Immatrikulation eures Studiengangs ist. Nicht alle Universitäten oder Fachhochschulen folgen dem gleichen Ablauf-, geschweige denn Zeitplan. Und manchmal gibt es sogar erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Studiengängen. Ganz grob könnt ihr euch aber für die Anmeldephase folgendes merken:

  • Wintersemester – Bewerbungen ab Mitte Juli
  • Sommersemester – Bewerbungen ab Mitte Februar

Die genauen Fristen sind für alle Hochschulen festgesetzt. Das heißt, diese müsst ihr auch einhalten, sonst gibt es keine Zulassung für das anstehende Semester. Verpasst ihr eine Frist, müsst ihr mindestens ein oder ggf. auch zwei Semester warten, weil manche Studiengänge immer nur zu einem Sommer- bzw. Wintersemester starten.

Beachtet auch, dass zwischen zulassungsfreien und zulassungsbeschränkten Studiengängen unterschieden wird. Wählt ihr zum Beispiel einen zulassungsbeschränkten Studiengang, ist der Fristtermin fürs Einschreiben generell früher als bei zulassungsfreien.

Die einzelnen Hochschulen aktualisieren sehr oft ihre Fristen – es lohnt sich daher, regelmäßig auf die jeweilige Website zurückzukehren.

ACHTUNG: Es kann immer wieder auch abweichende Anmeldefristen für einzelne Studiengänge geben! Außerdem gelten bei zulassungsbeschränkten Studiengänge oft besondere Eingangsfristen für entsprechende Zulassungsanträge. Ob und was es für euren Wunschstudiengang daher zusätzlich zu beachten gilt, könnt ihr bei der Servicestelle für Hochschulzulassung herausfinden.

2.) Konditionen: Gibt es Zulassungseinschränkungen für meinen Studiengang?

Auch wenn ihr mit dem Abitur oder der Fachhochschulreife die erste Voraussetzung für ein Studium an einer Hochschule erfüllt habt, kann es sein, dass ihr noch ein paar Stolpersteine auf dem Weg zu eurem ersten Studientag meistern müsst.

Zum Beispiel gibt es bei vereinzelten Studiengängen eine gesonderte Eignungsprüfung. Das ist vor allem bei künstlerischen oder sportwissenschaftlichen Studiengängen nicht selten der Fall. Hier müsst ihr dann nochmals unter Beweis stellen, dass ihr auch wirklich das Zeug zum ausgewählten Studiengang habt.

Danach ist noch die Frage zu klären, ob euer Wahl-Studiengang einem speziellen Zulassungsverfahren unterliegt. Dabei gibt es drei Unterscheidungen:

  1. Örtliche Zulassungsbeschränkungen
  2. Bundesweite Zulassungsbeschränkungen
  3. Zulassungsfreie Studiengänge

Örtlich beschränkte Studiengänge haben einen Numerus Clausus (NC), weil die Bewerberzahl höher als die verfügbaren Studienplätze ist. Die Bewerbung richtet ihr in diesem Fall direkt an die Hochschule. Im Gegensatz dazu stehen die bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengänge: Das bedeutet, dass an allen (öffentlichen) Hochschulen für diesen Studiengang ein NC eingeführt wurde. Grund dafür ist, dass diese Studiengänge landesweit eine hohe Bewerberzahl anziehen. Hier müsst euch dann nicht wie oben bei der jeweiligen Hochschule anmelden, sondern explizit bewerben, in Deutschland etwa bei der Stiftung für Hochschulzulassung.

Doch glücklicherweise werden nicht alle Studiengänge komplett überrannt. Daher gibt es neben den örtlichen bzw. bundesweit beschränkten Studiengängen auch zulassungsfreie Studiengänge. Diese sind einfacher zu organisieren und ihr könnt euch meist direkt an der Hochschule einschreiben oder müsst ggf. noch eine Vorabanmeldung online abgeben.

3.) Immatrikulieren: Wo muss ich mich anmelden bzw. einfinden?

Die Anmeldung – und damit den Antrag auf Einschreibung – könnt ihr heutzutage an vielen Hochschulen online erledigen. Hierfür gebt ihr einfach eure persönlichen Daten in eine Online-Maske des jeweiligen Hochschul-Portals ein. Dann gibt es ggf. noch ein paar Zwischenschritte, die abhängig von eurer Studienwahl sind. Wenn ihr alles ausgefüllt habt, druckt ihr das entsprechende Formular aus, unterschreibt es und schickt es mit den erforderlichen Unterlagen auf dem Postweg (am besten per Einschreiben!) an eure Hochschule. Danach werdet ihr (gegebenenfalls) noch gebeten, den Semesterbeitrag zu überweisen – und ihr habt es erstmal geschafft. Kleiner Haken: Einmal persönlich an der Uni zu erscheinen bleibt euch dennoch (fast) nie erspart.

Falls ihr einen etwas begehrteren Studiengang gewählt habt, oder eure künftige Hochschule nicht genügend Studienplätze anbietet, ist meist die Vorort-Einschreibung nötig. Plant dafür ausreichend Zeit ein, denn sobald ihr euren Zulassungsbescheid erhalten habt, sind auch die anderen Erstsemester darüber informiert. Das heißt, es gibt bisweilen endlose Schlangen mit langen Wartezeiten vor dem Studierendensekretariat.

WICHTIG: Euer persönliches Erscheinen an der Hochschule zur abschließenden „finalen“ Immatrikulation vor dem ersten Studientag ist in allen Fällen unabdingbar.

4.) Ballast oder notwendig: Was braucht man am ersten Studientag wirklich?

In der Ruhe liegt die Kraft. Auch daran solltet ihr euch bei eurem Studienstart erinnern. Die gute Nachricht ist, dass sich die Ruhe meist von ganz alleine einstellt, wenn ihr richtig vorbereitet und ausgerüstet seid.

Daher kurz und gut, was ihr (wirklich) an eurem ersten Studientag braucht:

  • Studentenausweis: für Rabatte in Bus und Bahn, Mensa, Bibliothek
  • Schreibblock und Stifte oder ein elektronisches Notepad für Notizen
  • Kleingeld, falls ihr etwas in einem Schließfach verstauen möchtet
  • Einen extra Beutel oder eine zusätzliche Tasche zu eurem Rucksack: für Bücher oder Erstsemester-Geschenke auf dem Campus

5.) Wissen ist Macht: Welche Infoveranstaltungen sollte man besuchen?

Am ersten Tag (und wahrscheinlich das ganze erste Semester hinweg) können euch die Angebote, neuen Eindrücke, Pflichtveranstaltungen und Auswahlmöglichkeiten ziemlich überwältigen.

In der ersten Woche geht es aber meist ausschließlich ums Orientieren, wo was ist und wohin ihr in Zukunft gehen müsst. Nehmt euch daher die Zeit und besucht die offizielle(n) Info- und Einführungsveranstaltung(en), die euch Grundlegendes rund um euer Studium erklären. Manche Unis bieten neben den klassischen Infoveranstaltungen auch Führungen durch die Gebäude an, damit ihr ein wenig mit dem Campus vertraut werdet.

Sogenannte Einführungskurse – oft organisiert von der zuständigen Fachschaft – können hilfreich sein, wenn ihr Unterstützung zu Themen wie Hausarbeiten, Referate und Kurswahl braucht. Generell geben sie euch hilfreiche Informationen und können nützlich sein um den anstehenden Stress während des Studiums zu meistern.

Doch auch während des Studiums gilt: weniger ist mehr. Das heißt, ladet euch nicht zu viele Vorlesungen auf einmal auf, auch wenn die Inhalte spannend klingen. Eine gut funktionierende Maximal-Faustregel für eine stressfreie aber dennoch effiziente Studienzeit lautet:

20 Stunden Lehrveranstaltungen + 20 Stunden Vor- bzw. Nachbereiten!

Mit dieser Rechnung habt ihr zumindest schon mal einen Richtwert, damit ihr euch nicht verzettelt und eine der spannendsten Phasen eures Lebens genießen könnt.

Übrigens: Alle Infos in der ersten Woche dienen dazu, euch in das Studentenleben einzuführen. Ihr bekommt aber auch noch während des Studiums eine Menge an Infos und Hilfestellungen. Es gibt verschiedene Anlaufstellen für Studenten wie das Studentenwerk, der Studentenrat und allgemein das Hochschulsekretariat. Also keine Sorge, wenn ihr nicht alles gleich verstehen solltet: Das Studium ist ein konstantes Lernen, nicht nur für die Studienfächer.


 

Für mehr Informationen und tiefere Einblicke rund um den Studienstart und die ersten Semester an der Uni empfehlen wir euch einen Blick in eines der diversen Fachbücher zu diesem Themenkomplex. Hier geht es zu einer kleinen Auswahl von Pearson Studium: Übersicht aktueller Lern- und Studierratgeber