Prüfungen bestehen im Studium - die besten Tipps und Tricks für Studenten

Wie bestehe ich meine Uni-Prüfung?

Tipps & Tricks für gute Ergebnisse in Semester-, Bachelor- und Masterprüfungen beim Hochschulstudium

Auch wenn es für Außenstehende nicht immer danach aussieht: Studieren ist purer Stress – zumindest immer dann, wenn wichtige Tests oder Prüfungen zum Semesterende oder für den Studienabschluss anstehen.

Rückt der Stichtag näher, bricht nicht selten massenhaft Panik unter den fieberhaft lernenden Kommilitonen aus. Ganz gleich, ob Kurz- oder Langzeit-Lerner, Streber, Überflieger oder Chiller. Schließlich geht es um wichtige Punkte – oder gar die spätere Karriere.

Wie Ihr eure Prüfungen mit möglichst wenig Stress, Panik und Zeitdruck besteht, verraten wir euch in unseren erprobten Prüfungstipps für Studenten:

Tipp #1: Gut geplant ist halb bestanden

Wer möglichst stressfrei durch die anstrengende Prüfungsphase zum Semesterausklang oder beim Studienende kommen möchte, sollte sich unbedingt gut vorbereiten. Klar. Doch neben der richtigen Lernmethode zählt dazu auch das Vermeiden von Stressfaktoren und anderen „bösen“ Überraschungen. Kurz gesagt: Ihr solltet genau wissen, was euch erwartet!

Folgende Fragen gilt es daher schon frühzeitig zu klären – am besten gleich zu Semesterbeginn oder am Anfang eurer finalen Lernphase für den Bachelor- oder Masterabschluss:

  • Wie viele Klausuren/Tests muss ich schreiben – und wie viele Aufgaben enthalten sie?
  • Was darf ich in die Prüfung(en) mitnehmen – und was nicht?
  • Was wird mir im Prüfungsraum zur Verfügung gestellt?
  • Welche Art von Fragen erwarten mich?
  • Wie viele Abschnitte muss ich bearbeiten und wo finde ich die Anweisungen in der Klausur?
  • Wie lange habe ich Zeit und wie wird benotet?
  • Welche sind die Bewertungskriterien für die Lerneinheit bzw. das Modul, zu dem ich geprüft werde – und was sind die erwarteten „Lernergebnisse“, um die es eigentlich geht?

Viele dieser Informationen könnt ihr bereits vor Beginn des Semesters einholen, sobald ihr wisst, welche Module, Einheiten oder Kurse ihr belegt habt. Praktisch sind hierfür alte Klausuren, die meist entweder über die Fachschaft, in der Unibibliothek (oft nicht ausleihbar) oder online verfügbar sind. Der Vorteil, sich schon vor dem Semesterstart darum zu kümmern, liegt auf der Hand: Denn dann sind die Bibliotheken leerer, ihr seid noch nicht im üblichen Semesterstress und habt schon alles zusammen, wenn es später tatsächlich in die heiße Lernphase geht.

Wissen, was kommt – und entsprechend lernen

Mit den alten Klausuren in der Tasche könnt ihr (zukünftig) zudem schon im Vorfeld eure Lern- und Prüfungsstrategie an den Aufbau der Klausur(en) anpassen. Bestehen diese nämlich zum Beispiel nur aus Multiple-Choice-Fragen, macht es Sinn, sich gleich entsprechende Lernkarten anzufertigen und sich beim Lernen besonders auf wichtige Fakten zu konzentrieren. Denn dann kommt es besonders darauf an, die Aufgaben in der Klausur genau zu lesen und kleine Unterschiede zu erkennen.

Geht es dagegen in der Prüfung um Kurzantworten oder gar Antwort-Essays, solltet ihr in der Lage sein, die wesentlichen Zusammenhänge verständlich zu erklären und euer Wissen klar (und leserlich!) zusammenzufassen.

Bei Prüfungen mit offenem Buch ist dagegen nicht nur wichtig, zu wissen, wo etwas steht – und die Informationen dann schnell zu finden. Ihr müsst auch in der Lage sein, euer Wissen anzuwenden und mit den verfügbaren Fakten zu verknüpfen.

Besonders kreative Antworten sind in vielen Fallstudien oder bei Fragestellungen gefordert, in denen es um das Lösen von Problemszenarien geht. Hier ist es also nicht nur entscheidend, den Lernstoff gut zu beherrschen. Ihr müsst ihn auch wirklich anwenden zu können – etwa in (imaginären) Fallbeispielen, die ihr euch selbst ausdenken müsst.

Tipp #2: Stressfaktoren reduzieren

Wem kurz vor oder während einer Prüfungssituation die Nerven bekanntermaßen schon mal einen Streich spielen, sollte sich zudem um frühzeitige Stressbewältigungsmechanismen bemühen. Tatsächlich sind es nämlich oft die kleinen Dinge des (Prüfungs-)Alltags, die den Adrenalinspiegel auf ein schädliches Maß nach oben treiben. Eine gewisse Anspannung in den Tagen und Stunden vor einer Prüfung ist dagegen gar nicht so verkehrt, sorgt ein moderates Stresslevel doch dafür, dass wir einsatzbereit, hellwach und vollkonzentriert sind.

Nichtsdestotrotz kommen hier ein paar bewährte – wenn auch nicht bahnbrechende – Techniken, mit denen sich Stress in der heißen Vor-Prüfungsphase wirksam reduzieren lässt:

  • Bewegt euch! Denn Bewegung unterstützt den physiologischen Aspekt von Stress, hilft dabei, Ärger und Frust abzubauen und sorgt für einen „frischen“ Geist. Das kann sich z. B. beim Memorieren oder auch beim Beantworten von Aufgaben im Lernprozess als durchaus nützlich erweisen. Probiert es aus!
  • Bleibt geschmeidig! Entspannung ist wichtig, gerade in der anstrengenden Vorbereitungsphase vor einer Prüfung. Regelmäßige Dehnübungen gegen Verspannungen in Schulter und Nacken sind daher genauso unentbehrlich wie ausreichend Schlaf. Ist nicht neu, hilft aber wirklich!
  • Esst und trinkt! Aber bitte möglichst gesund und in ausreichendem Maße. Denn wer vor lauter Anspannung, Stress und Auswendiglernen vergisst, genug Flüssigkeit und Nährstoffe aufzunehmen, kann auch nicht effizient lernen. Habt ihr bestimmt schon mal gehört, oder?

Tipp #3: Zeit- und Aufgabenmanagement in der Prüfung

Ist der Prüfungstag schließlich da, geht es darum, die Nerven zu bewahren und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Vermeidet daher unbedingt schon am Tag vorher alles, was euch ablenken oder aufregen könnte – und prüft noch einmal Tag, Ort und Zeit der Prüfung sowie eure Prüfungsausstattung (Ersatzstift!). Außerdem: Schlaft genug, trinkt keinen Alkohol, frühstückt ausreichend, macht euch frühzeitig auf den Weg zur Uni und lasst euch nicht von aufgeregten Freunden oder Kommilitonen verrückt machen.

Geht die Prüfung dann los, hilft euch dieser 10-Punkte-Survivalplan dabei, alles gut über die Bühne zu bringen:

Gleich zu Beginn

1. Rufe dir deine zuvor anhand alter Prüfungen ausgearbeitete, grobe Zeiteinteilung in Erinnerung (und schreibe sie zur Not mit Bleistift auf den Antwortbogen).

2. Lies zunächst alle Fragen aufmerksam durch. Ja, wirklich: ALLE!

3. Unterteile die Fragen dann in a) leicht zu beantworten, b) nicht ganz so leicht, c) ziemlich kniffelig.

4. Sortiere nun entsprechend. Beginne dafür mit den leichten Fragen, die du ohne Probleme beantworten kannst – und die dir die meisten Punkte bringen.

Während der Prüfung

5. Nimm dir nun jede Frage der Reihe nach vor.

6. Lies dir die Frage noch einmal langsam und aufmerksam durch und verwende die bewährte BUG-Methode, um herauszufinden, was genau zu tun ist.

7. Bei Fragen, die in Textform beantwortet werden müssen, solltest du nicht einfach drauflosschreiben. Sammle stattdessen deine Gedanken und skizziere die wichtigsten Teile deiner Antwort, etwa per Bleistift in einer kurzen Liste. So kannst du deine Antwort klar, präzise und stimmig formulieren, ohne dich zu „verrennen“.

8. Ganz wichtig: Denke an deine Leser – und komme in deiner Antwort (zunächst) zum Punkt! Ausführen kannst du dann immer noch.

Wenn alles vorbei ist

9. Versuche nicht, deine Prüfungsleistung zu analysieren.

10. Sprich nicht mit anderen „Leidensgenossen“ über die gerade abgelegte Prüfung oder konkrete Antworten. Wer sagt, dass deren Antworten richtig sind?


Für mehr Informationen und tiefere Einblicke ins Thema „Prüfungen bestehen“ empfehlen wir euch einen Blick in eines der diversen Fachbücher zu diesem Themenkomplex.

Hier geht es zu einer kleinen Auswahl von Pearson Studium: Übersicht aktueller Lern- und Studierratgeber